Laridschani: 'Österreich hat die Forderungen ignoriert'

Der iranische Parlamentspräsident Laridschani hat erklärt warum der Österreichbesuch vom Staatspräsident Rohani abgesagt wurde.

Laridschani: 'Österreich hat die Forderungen ignoriert'
(haberjournal.at) - Der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani hat erklärt, dass der geplante Österreichbesuch des iranischen Staatspräsidenten Hassan Rohani aufgrund von Informationen über Aktionen der Volksmudschahedin (MEK) abgesagt wurde.
 
Laridschani sagte gegenüber der „Nachrichtenagentur der iranischen Studenten“ (ISNA), „Der österreichische Staat hat die Forderung der Leibgarde (von Präsident Rohani), die Genehmigung für eine Versammlung der ‚Unruhestifter‘ zu entziehen, einfach ignoriert“. Wenn „das Gastgeberland nicht die nötigen Sicherheitsvorkehrungen trifft“, sei der Gast genötigt eine Entscheidung zu treffen betonte der Parlamentspräsident: „Die Entscheidung des Staatspräsidenten ist die Richtige.“, so Laridschani.
 
Der iranische Präsident Hassan Rohani hatte am vergangenen Mittwoch seinen geplanten Österreichbesuch mit der Begründung „Sicherheitsprobleme“ abgesagt. Sein österreichischer Amtskollege Heinz Fischer erklärte daraufhin, dass in seinem Land keine Sicherheitsprobleme vorhanden seien.
 
Dass das konservativ geprägte iranische Staatsfernsehen, die Erklärung von Fischer in den Vordergrund brachte, warf einige Fragezeichen über die Absage auf.
 
Die MEK, welche vor der islamischen Revolution in İran (1979) gegründet wurde, ist eine linke, militante Oppositionsbewegung die außerhalb von Iran aktiv ist. Während der Revolution kämpfte sie gemeinsam mit den Revolutionären gegen den Schah und wurde als „Volksmudschahedin“ benannt. Nachdem jedoch Meinungsunterschiede zwischen ihnen und dem Revolutionsführer Chomeini auftraten, wurden sie im Iran unter dem Namen „Volksunruhestifter“ bekannt. Durch eine EU-Rats-Verordnung wurden die „Volksmudschahedin“ im Dezember 2001 in die „EU-Terrorliste“ aufgenommen. Jedoch wurde sie am 26. Januar 2009 bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel von der Liste der Terror-Organisationen wieder gestrichen.
 
 

haberjournal.at

Güncelleme Tarihi: 03 Nisan 2016, 19:59
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