„(Un)islamische“-Kindergärten: Fördergelder veruntreut?

Während in Österreich Diskussionen über „Islam“-Kindergärten geführt werden, sind andererseits in einigen Kindertagesstätten mannigfaltige Veruntreuungen festzustellen.  Genau solche Betrügereien sind eigentlich mit der muslimischen Mentalität überhaupt nicht verknüpfbar. Die Kindergärtenbetreiber, dessen Einrichtungen eigentlich den Kindern positive Werte vermitteln sollen, würden somit selber unislamisch handeln.

„(Un)islamische“-Kindergärten: Fördergelder veruntreut?
© shutterstock / sembol

(haberjournal.at) – Die erneut, durch den in der Wochenzeitung „Falter“ veröffentlichten Bericht über „islamischen Kindergärten“, entfachte Kindergarten-Diskussion lenkt uns von der Veruntreuung und rechtswidrigen Bereicherung mancher Kindergartenbetreiber ab.

„Die islamischen Kindergärten“ gibt es eigentlich nicht!
Man muss im Voraus anmerken, dass der Begriff „islamischer Kindergarten“ trügt. Es gibt keine, wie man sie so gerne bezeichnet, „islamische Kindergärten“, sondern nur Kindergärten die von Muslimen betrieben werden. Dies ist eher eine Situation, welche die Stadt Wien betrifft. In so einem Betrugsfall sollte man sie auch nicht als „Islam-Kindergarten“ bezeichnen. Besonders durch die Einführung des Gratiskindergartens und durch die attraktiven Förderungen der Stadt Wien zwischen 2009 und 2015, entstand in der Stadt eine Anzahl solcher Kindergärten. Manche, die als problematisch galten wurden bereits wieder geschlossen. Manche Betreiber verkauften oder schlossen ihre Einrichtungen bevor es zu Ahndungen der Kontrollbehörden kam.

Sind uns Bildungseinrichtungen so egal?
Werden „Kindergärten“, welche die Zukunft und Persönlichkeit der Kinder beeinflussen, als ein einfaches Problem angesehen? Wie kam es, dass Personen die vor 2009 ein schlichtes Leben führten und beispielsweise im Bausektor tätig waren, einen Supermarkt betrieben oder Kebab verkauften, oder gar Hausfrauen, die bis zu diesem Zeitpunkt nie berufstätig waren, einen Kindergarten eröffnen konnten? Welche Qualifikationen und welche pädagogischen Kriterien wurden bei der Genehmigung von Kindergärten und Kindergruppen beachtet, wo man weiß, wie wichtig das Thema ist? Es steht auf jeden Fall fest, dassmanche Personen ohne jeglicher Fachkenntnis und ohne jeglicher Erfahrung, unter dem Deckmantels des „Islams“ die muslimische Gemeinde hinters Licht geführt, Kinderrechte missachtet, Fördergelder veruntreut und somit die Stadt Wien buchstäblich ausgeraubt haben.

Wer ist wirklich schuld?
Wenn wir unsere eigenen Recherchen, die wir in diesem Bereich seit längerer Zeit führen, mit manchen Medienberichten vergleichen, kommen wir so auf folgendes Ergebnis: 
Die Kriminalität und grob fahrlässigen Fehler einiger Kindergartenbetreiber, welche sich unter Missachtung der Rechte von Eltern und Kindern unrechtmäßig bereichert haben, werden von manchen Politikern und Medien der gesamten muslimischen Gemeinde zugeschrieben. Auch die vielen anderen Kindergärten, die ihre Arbeit eigentlich richtig machen, werden unnötig in denselben Topf geworfen. Man darf nicht mehr wegschauen und wenn es erforderlich ist, diese Sümpfe sofort trocken legen.

Für solche Kindergartenbetreiber sind Muslime die goldene Gans
Man sieht, dass manche Kindergärten das Image eines „islamischen Kindergartens“ nach außen nur pflegen, um muslimische Familien und deren Kinder dorthin zu bringen. Befragte Eltern teilten uns mit, dass sie sich im Vorfeld ausgiebig informiert haben und, dass manche Kindergartenbetreiber versucht haben, sie mit Sätzen wie „Schickt eure Kinder nicht in städtische Einrichtungen. Diese können Ihren Kindern Speisen anbieten, die gegen die islamischen Speisevorschriften verstoßen“ zu verunsichern. Sie wollen die muslimischen Eltern davon überzeugen, ihre Kinder in ihren eigenen Einrichtungen anzumelden, damit sie eben für diese Kinder Förderungen und Elternbeiträge erhalten. Sie erzeugen damit Verunsicherung und die Eltern zögern oft aus Sorge wegen dem Essen, ihre Kinder in städtische oder in andere private einheimische Bildungseinrichtungen zu schicken. Dieser Umstand, dass dort angeblich Halal-Essen angeboten wird, sollte aber trotzdem nicht das einzige Kriterium sein, damit Kinder derartige Einrichtungen besuchen. Eine gute Lösung wäre,  wenn alle Kinder Bildungseinrichtungen mit umfangreichem Angebot und entsprechende Qualität besuchen können, ohne vorher die Eltern separieren müssen, und wo alle kulturellen, traditionellen Gepflogenheiten und Werte egal welcher Religion das Kind hat, dort umgesetzt und gelebt wird. 

Betrug mit Scheinrechnungen. Gelder teilweise ins Ausland geschleust!
Die Kindergartenbetreiber, über die wir erfahren haben, bringen das unrechtmäßig erwirtschaftete Geld oft auch illegal ins Ausland. Diese besitzen angeblich millionenschwere Investitionen in anderen Ländern. Ein anderer Punkt der bei unseren Nachforschungen ins Auge springt sind die „Scheinrechnungen“. Die meisten problematischen Kindergärten lassen bei ihren Lieferanten und Handwerkern übertrieben hohe Rechnungen ausstellen. Wenn zum Beispiel eine Leistung von 2000 Euro getätigt wird, bittet der Betreiber den Lieferanten oder seinen Handwerker eine Rechnung über 5000 Euro zu erstellen – die Differenz von 3000 Euro landet dann natürlich in der privaten Tasche des Betreibers. Dass Gelder so leicht veruntreut werden können, zeigt, dass die Stadt und deren Verantwortliche ihrer Aufsichtspflicht nicht gerecht werden. Denn der Betrug geht weiter und das Geld fließt weiterhin ins Ausland. Statt unnötig zu hetzen, muss wie man sieht, selektiert gehandelt werden, um die „Spreu vom Weizen“ zu trennen. Es wird Zeit, diese echten Probleme endlich zu lösen, und nicht wie es zurzeit manche Politiker es tun, daraus nur politisches Kleingeld lukrieren zu wollen.

Der Koran verurteilt dieses falsche Verhalten!
Ein weiterer trauriger Punkt ist jedoch, wie die besagten Kindergartenbetreiber selbst zu der Sache stehen. Solche Kindergartenbetreiber vertreten die Meinung und vertuschen ihre kriminellen Machenschaften mit Aussagen wie, öffentliche Fördergelder zu veruntreuen sei in Ordnung, da das Geld von Nichtmuslimen stammt“. Dies steht jedoch entgegen der islamischen Lehre (siehe Koran 60. Sure: „Die Geprüfte“, 8. Vers). Allah sagt im Koran, dass Muslime zu allen Menschen gerecht sein sollen. Wie kann es dann sein, dass Kindergärten, die von Personen betrieben werden, welche eine im Islam als Verbrechen eingestufte Tat als rechtmäßig ansehen? Und wie können diese besagten Einrichtungen dann als sogenannte „Islam-Kindergärten“ eingestuft werden? Kann hier von „Aufrichtigkeit“ die Rede sein?

Die Wahrheit muss gesehen werden und Eltern müssen kritischer bei der Auswahl sein
Manche Kindergartenbetreiber, die die religiösen, kulturellen und traditionellen Empfindlichkeiten von muslimischen Familien für ihren Geldprofit missbrauchen, bereichern sich weiterhin unrechtmäßig und investieren weiterhin immense Summen für ihre privaten Projekte im In- und Ausland. Der Hauptgrund, dass muslimische (türkische, arabische, bosnische etc.) Kindergärten in Österreich als „problematisch“ angesehen werden, sind wenige Kindergartenbetreiber, die an nichts Anderes als ihre persönlichen Interessen denken und denen dafür jedes Mittel recht ist.

Politiker und offizielle Stellen müssen endlich die Wahrheit sehen! Diese Personen missbrauchen die angemessenen Empfindlichkeiten der muslimischen Familien für das eigene Wohl! Sie kürzen die Leistungen an den Kindern und verwenden das unrechtmäßig erwirtschaftete Geld für ihren Luxus. Darum müssen auch die Eltern, bei der Auswahl der Kinderbetreuungseinrichtungen vorsichtiger und sensibler als bisher sein. Die Kindergärten sollten an der Qualität des pädagogischen Konzeptes gemessen werden, nicht daran, ob der Betreiber Muslim oder Nichtmuslim ist!

*Wir beabsichtigen unsere Recherche bis Ende August zu beenden und die Ergebnisse in der Septemberausgabe von Haber Journal zu veröffentlichen. Eltern und Personen,  die Augenzeuge von ähnlichen oder unrechtmäßigen Handlungen in Kindergärten geworden sind,   und bereit sind anonym darüber zu reden,  werden gebeten, uns über unsere E-Mail Adresse info@haberjournal.at zu erreichen.

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